Indikationen
Wichtiger Hinweis vorab zur Aufnahme
Unabhängig von den unten aufgeführten Indikationen und Kontraindikationen prüfen wir in jedem Einzelfall Ihre individuellen sozialen, gesundheitlichen und medizinischen Hintergründe. Dies ist entscheidend, um den bestmöglichen Therapieerfolg während Ihres Aufenthaltes in unserer Klinik zu gewährleisten.
Wir behalten uns eine genaue Prüfung Ihrer Unterlagen vor, um eine angemessene und erfolgreiche stationäre Maßnahme für Sie und/oder Ihr Kind sicherstellen zu können.
Indikationen für Erwachsene und Kinder
Bei folgenden Indikationen (Erkrankungen) können wir Sie als Mutter oder Vater (siehe Erwachsene) mit Ihren Kindern (siehe Kinder) aufnehmen.
Bei spezifischen Indikationen (siehe Schwerpunktmaßnahmen) oder wenn Sie sich unsicher sind, stehen wir Ihnen telefonisch zur Verfügung.
Bitte beachten Sie auch unsere Gegenindikationen (siehe Gegenindikationen), bei denen eine Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme in unserer Klinik nicht möglich ist.
Gegenindikationen
Bei Vorliegen folgender Zustände ist eine Aufnahme in unserer Klinik nicht möglich, da wir die notwendige Akutbehandlung oder Spezialversorgung nicht gewährleisten können.
● Akute psychiatrische Zustände wie Suizidalität oder Fremdgefährdung, Psychosen, schwere Essstörungen, Suchterkrankungen
● Psychische Störungen wie Persönlichkeitsstörungen wie Psychosen, Schizophrenie, bipolare Störungen
● Neurologie wie Anfallsleiden, die nicht medikamentös eingestellt sind
● Schwere chronische Erkrankungen wie Dialysepflicht, Rollstuhlpflicht, Mukoviszidose
● Stoffwechsel/Allergien wie Diabetes mellitus bei Kindern, Zöliakie, schwere, potentiell lebensbedrohliche Lebensmittelallergien (insbesondere Nussallergie)
● Aktive Infektionskrankheiten
● Schwangerschaft im 1. und 3. Trimenon
Atemwegserkrankungen
Beinhaltet chronische und wiederkehrende Beschwerden der Atemwege. Bsp.: Rezidivierende (wiederkehrende) obstruktive Bronchitis, Asthma bronchiale, häufige Infekte der oberen Atemwege, allergische Rhinitis (Heuschnupfen) und Infektanfälligkeit.
Erkrankungen des Bewegungsapparates
Umfasst chronische Schmerzen und funktionelle Einschränkungen des Skeletts, der Gelenke und der Muskulatur. Bsp.: Chronische Rückenschmerzen, degenerative Gelenkerkrankungen, Beschwerden der Hals- oder Lendenwirbelsäule (z. B. Bandscheibenschäden), rheumatologische Krankheitsbilder, Weichteilrheumatismus (Fibromyalgiesyndrom)
Ernährungs- und Stoffwechselerkrankungen
Fokussiert auf Fehlfunktionen des Stoffwechsels und chronische Magen-Darm-Erkrankungen. Bsp.: Adipositas (starkes Übergewicht – Aufnahme bis maximal 150 kg), gezielte Diätschulungen, Reizdarmsyndrom, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa in Remission, d.h. schubfrei), gut eingestellter Diabetes Typ I und II bei Erwachsenen
Erkrankungen des Nervensystems
Bei chronischen oder wiederkehrenden neurologischen Beschwerden. Bsp.: Chronische Kopfschmerzformen (Spannungskopfschmerz, Migräne). Multiple Sklerose (MS) ist nur nach ärztlicher Absprache möglich und bei guter Mobilität (EDSS < 3)
Belastungs- und psychosomatische Erkrankungen
Bei Beschwerden, die durch psychische Belastung entstehen und sich körperlich äußern, sowie bei Erschöpfungszuständen. Bsp.: Psychosomatische Beschwerden, Burn-out, Erschöpfung, depressive Verstimmungen, Konfliktsituationen (z. B. Trennung), Schlafstörungen, Angst- und Spannungszustände, Nervosität und Konzentrationsschwäche
Zusätzliche Indikationen für Kinder und Jugendliche
Spezifische Herausforderungen in der Entwicklung, im Verhalten und bei psychosomatischen Beschwerden im Kindes- und Jugendalter. Die Integrationsfähigkeit in die Betreuungsgruppen muss gewährleistet sein.
Bsp.: Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ADS / ADHS), Emotionale Störungen, Störungen des Selbstwertgefühls oder der Entwicklung, Verhaltensauffälligkeiten (evtl. Nachweis durch Verhaltensattest notwendig), psychosomatische Beschwerden, nicht-organische Bauch- oder Kopfschmerzen
Nach Rücksprache nehmen wir auch Kinder mit Behinderungen auf.